27.05.2017 Break Out Run – Schajik

Epilog

Alles vor unseren ersten Lauf

Es muss für euch komisch klingen, wenn man schreibt: Mein erster „Lauf mit Hindernissen“ fand in Holland statt. 3 Stunden Autofahrt von unserer Basis. Komisch, aber wahr.

Ein Kollege kam auf mich zu und meinte:“Schau mal da können wir ausbrechen...ausn Gefängnis!“ und irgendwie kam es dann so, das wir uns entschieden dort anzumelden.

Die Videos sahen krank aus, die Bilder noch mehr. Genau das richtige für uns?

Wir sind ja eigentlich in diesen Jahr noch Laufanfänger, schaffen wir das alles? Auch wenn sich jeder nur für die „kleine“ 8km Runde angemeldet hatte. 8km...für uns zu diesen Zeitpunkt alles andere als Alltag. Horror. Und dann noch mit Hindernissen...

Zu diesen Zeitpunkt sagte uns die Szene „OCR“, „Obstacle“ und diverse andere Begriffe aus der Laufszene so gar nichts.... „Spartan“, „ToughMudder“ und „Xletix“ waren Begriffe die man vielleicht schon mal gehört hatte, aber nichts wirklich anfangen konnte.

Auch Kleidung war egal...gut, alte Kleidung sollte es sein...es ist ja schließlich mit Schwimmen, Klettern und kriechen...soweit war uns es im Vorfeld klar.

Im Vorfeld überredeten wir auch noch weitere wackere Mitteilnehmer sich uns anzuschließen. Vollkommende Laufnoobs. Sportmuffel. Den Sport abgewendet.

Training im Vorfeld? Eher nein... also bei einigen so gar nicht, bei anderen etwas... aber nie, wo ich sagen könnte: Wow, der fliegt durch den Parcours!

Ausserdem war es noch lange hin...dann nicht mehr so lange hin...und die Zeitspanne wurde kürzer.

So langsam stieg die Vorfreude vermischt mit der Panik. „Soll ich wirklich mit?“ und „Warum?“ waren die meist gestellten Fragen, gefolgt von: „6 Wochen krank“, „Ich sterbe dort sicher“ und „Was ziehe ich an?“.

Im Grunde waren alle Fragen im Vorfeld hinfällig. Es hatte jeder geschickt und keine 6 Wochen krank. Auch niemand ist auf der Strecke gestorben, wir hatten zwar nicht durchgezählt vorm Start, aber wir denken das jeder wieder heim gekommen ist.

Nach und nach wuchsen wir ja mit den Aufgaben, doch alles vor Start 1 war echt schlimm.

Gut, da mussten wir nun durch... Der große Tag war ja gekommen!

Am 27.05 früh morgens raffte sich eine wackere Truppe aus Niedersachsen auf, um „Auszubrechen“! Die Stimmung war einfach großartig! So ein bisschen großartig.

Ihr wisst ja, wenn die Hose voll ist, ist die Hose voll – es kann nur besser werden (außer der Geruch).

Zu den Grundinformationen sei noch kurz erwähnt: Die Anmeldung zum Lauf war hervorragend, die Präsenz in den sozialen Medien sei zwar noch ausbaufähig – aber die Videos die es gibt, sind schon genial. Auch ihre Webseite und Informationen sind wirklich sehr gut – auch für Freaks aus Deutschland! Sie haben nämlich dort einen genialen Button namens „Auf Deutsch stellen“ der sogar funktioniert. Alles in einen hatten wir keinerlei Probleme jeden anzumelden, 2018 hatten sie etwas für ausländische Leute geändert, und es war nicht mehr ganz so unkompliziert (aber machbar, wir sind ja Niedersachsen – wir haben immer Ideen-Immer!)

 

Die gut ausgeschilderten Wege zum BreakOutRun folgten wir dann nach 3 Stunden wundervoller Fahrt durchs deutsche und niederländische Land. Perfekt. Diese Veranstaltung sollte uns mehr prägen in Zukunft als angenommen, denn für uns gilt immer noch der BreakOutRun als „MustBe!“ und beste Veranstaltung an der wir bisher teilgenommen hatten (Stand: 17.7.2018)! Das ist schwer zu übertroffen. Der Parkplatz, wie bei fast allen Veranstaltungen, ein großes Feld – das war uns aber im Vorfeld schon klar, da sie ja Tausende erwarten würden.